BASF investiert Milliarden in China: Riesenwerk im Riesenmarkt – aber der Riesenerfolg ist ungewiss
Fast neun Milliarden Euro hat der deutsche Chemieriese BASF in sein neues Werk in China gepumpt – eine der größten Einzelinvestitionen in der Unternehmensgeschichte. Trotz der immensen Summe und der hochmodernen Anlage bleibt der wirtschaftliche Erfolg des Projekts jedoch völlig offen. Die Unsicherheit zeigt die enormen Risiken, die selbst Weltmarktführer im chinesischen Markt eingehen.
Das Werk zählt zu den modernsten seiner Art weltweit und unterstreicht die strategische Bedeutung Chinas für BASF. Der Konzern setzt damit klar auf das langfristige Wachstum des größten Chemiemarktes der Welt. Doch die hohen Investitionskosten stehen unter dem Druck volatiler Rohstoffpreise, geopolitischer Spannungen und der konjunkturellen Schwäche in China. Die Rentabilität der Milliardenwette ist damit keineswegs garantiert.
Die Unsicherheit wirft ein Schlaglicht auf die Dilemmata der deutschen Industrie: Einerseits ist der Zugang zum chinesischen Markt für das Wachstum unverzichtbar. Andererseits erhöhen die Abhängigkeit von einer einzelnen Region und die politischen Risiken den Druck auf die Geschäftsmodelle. Für BASF wird das Werk zum Lackmustest, ob sich Milliardeninvestitionen in Hochtechnologie in einem zunehmend schwierigen Umfeld noch auszahlen.