Meyer Werft: Finanzchefin Melanie Freytag verlässt kriselnden Schiffbaukonzern nach nur wenigen Monaten
Die Finanzchefin der Meyer Werft, Melanie Freytag, verlässt den angeschlagenen Schiffbaukonzern nach nur wenigen Monaten im Amt. Ihr Ausscheiden wirft erneut ein Schlaglicht auf die anhaltenden Turbulenzen bei dem traditionsreichen Familienunternehmen, das seit Jahren mit massiven finanziellen Problemen und Projektverzögerungen kämpft.
Freytag war erst im November 2023 als neue Finanzvorständin zur Meyer Werft gestoßen, um die schwierige finanzielle Lage zu stabilisieren. Nun führt das Unternehmen private und berufliche Gründe für die überraschend schnelle Trennung an. Der Zeitraum von der Einstellung bis zum Ausscheiden umfasst damit weniger als ein halbes Jahr – ein ungewöhnlich kurzes Intermezzo für eine Schlüsselposition in der Konzernführung.
Der erneute Wechsel an der finanziellen Spitze erhöht den Druck auf die Geschäftsführung um den langjährigen Chef Bernd Eikens. Die Meyer Werft steht unter intensiver Beobachtung von Gläubigerbanken, der Bundesregierung und dem Land Niedersachsen, die alle auf einen konsolidierten Sanierungskurs drängen. Die schnelle Fluktuation in der Finanzführung könnte neue Fragen zur Stabilität des Managements und zur Planungssicherheit bei der Bewältigung der milliardenschweren Krise aufwerfen.