Beraterbranche in der Klemme: KI-Boom kann Umsatzstagnation 2025 nicht verhindern
Die deutsche Unternehmensberatungsbranche hat 2025 erstmals seit der Corona-Pandemie wieder eine Umsatzstagnation erlebt. Trotz des vielbeschworenen KI-Hypes konnte die Technologie den erneuten Rückschlag nicht abwenden. Die Branche verfehlt damit erneut eine selbst gesetzte Wachstumsmarke, ein klares Signal dafür, dass die wirtschaftlichen Turbulenzen nun auch die beratungsstarken Kernmärkte erreicht haben.
Die Stagnation folgt auf ein Jahrzehnt nahezu ununterbrochenen Wachstums und markiert einen spürbaren Wendepunkt. Die großen Player der Branche, von den globalen Strategieberatern bis zu den IT-Dienstleistern, stehen unter Druck. Die Quelle macht deutlich, dass selbst massive Investitionen in künstliche Intelligenz den fehlenden Schwung in den klassischen Beratungsprojekten – von der Strategie bis zur Transformation – nicht kompensieren konnten. Die Auftragslage bleibt angespannt.
Die Aussichten für das laufende Geschäftsjahr stehen vollständig „unter geopolitischem Vorbehalt“. Diese Formulierung der Branchenkenner deutet auf eine anhaltende Unsicherheit hin. Konflikte, Handelsstreitigkeiten und volatile Rohstoffmärkte zwingen die Klienten der Berater zur Vorsicht, was Investitionen und große Projekte verzögert oder stoppt. Die Branche, die sonst von der Komplexitätsbewältigung lebt, sieht sich nun selbst von externen Schocks getroffen, die sie nicht kontrollieren kann. Der Weg aus der Stagnation wird von Faktoren abhängen, die außerhalb der Beraterbüros liegen.