UBS half Ghislaine Maxwell beim Kauf eines Verstecks – trotz laufender US-Ermittlungen
Die Schweizer Großbank UBS unterstützte Ghislaine Maxwell, die Vertraute des verurteilten Sexualstraftäters Jeffrey Epstein, beim Kauf eines abgelegenen Anwesens. Dies geschah zu einem Zeitpunkt, als die US-Justizbehörden die Bank bereits wegen Ermittlungen zu Maxwells Finanzen kontaktiert hatten. Die Transaktion wirft scharfe Fragen zur Due Diligence und Compliance der Bank auf, insbesondere angesichts des bereits hohen öffentlichen Drucks und der strafrechtlichen Untersuchungen im Epstein-Komplex.
Laut Berichten half die UBS Maxwell beim Erwerb des als Versteck dienenden Anwesens. Die genaue Art der Unterstützung – ob durch Kreditvergabe, Vermögensverwaltung oder andere Finanzdienstleistungen – bleibt ein zentraler Punkt der Prüfung. Entscheidend ist der Zeitpunkt: Die US-Behörden hatten die Bank zuvor über ihre Ermittlungen zu den Geldflüssen und dem Vermögen von Maxwell informiert. Diese Vorabinformation macht die anschließende Transaktion zu einem potenziellen Compliance-Versagen und könnte die Bank einem erheblichen rechtlichen und reputationsbedingten Risiko aussetzen.
Der Fall belastet die UBS in einer Phase, in der globale Großbanken unter verschärfter Beobachtung stehen, ob sie wohlhabende Klienten mit zweifelhaften Verbindungen angemessen prüfen. Die fortlaufenden US-Ermittlungen könnten zu weiteren rechtlichen Konsequenzen, hohen Geldstrafen und einer vertieften regulatorischen Überprüfung der Schweizer Bank führen. Der Vorfall unterstreicht die anhaltenden Schwierigkeiten des Finanzsystems, sich von den langen Schatten des Epstein-Netzwerks zu lösen, und signalisiert weiteren Druck auf Institutionen, die mit dessen Akteuren Geschäfte machten.