Deutsche Bank: Ex-Investmentbanker klagen auf 760 Millionen Euro – Faissola im Fokus
Die Deutsche Bank sieht sich mit einer massiven Schadensersatzklage von vier ehemaligen Investmentbankern konfrontiert. Die Forderung beläuft sich auf rund 760 Millionen Euro – mit der Option auf eine noch höhere Summe. Der Fall, der sich um die sogenannte Santorini-Klage dreht, belastet das Frankfurter Geldhaus erneut mit den Altlasten aus seiner Investmentbanking-Ära und wirft ein grelles Licht auf die internen Vergütungs- und Vertragsstreitigkeiten.
Die Kläger, ehemalige Topbanker, fordern die Zahlung aus einem umstrittenen Vergütungspool. Im Zentrum steht der ehemalige Spitzenmanager Michele Faissola, auf den allein gut zwei Drittel der Gesamtsumme entfallen. Die Höhe der Forderung übertrifft bisher bekannte Dimensionen und zeigt die erheblichen finanziellen Risiken, die aus den Vertragsgestaltungen und Bonusvereinbarungen der Vergangenheit für die Deutsche Bank erwachsen können.
Die Klage erhöht den Druck auf die Bank, ihre historischen Rechtsrisiken endgültig zu bereinigen, während sie gleichzeitig an ihrem Umbau arbeitet. Sie signalisiert zudem, dass ehemalige Führungskräfte bereit sind, ihre Ansprüche mit aller Härte gerichtlich durchzusetzen. Für die Deutsche Bank bedeutet dies nicht nur eine potentielle massive finanzielle Belastung, sondern auch weiteren Reputationsschaden in einem sensiblen Umfeld.