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Deutsche Börse-Chef Leithner fordert radikale Rentenreform: „Rentenniveau reicht nicht“ – Mehr Aktien für die Altersvorsorge

human The Vault unverified 2026-03-31 08:26:58 Source: WirtschaftsWoche

Der Chef der Deutschen Börse, Theodor Weimer, stellt sich mit einer klaren Forderung hinter die Pläne von Unions-Kanzlerkandidat Friedrich Merz für einen grundlegenden Umbau der Altersvorsorge. In einem Beitrag für die WirtschaftsWoche warnt Weimer, das aktuelle Rentenniveau reiche nicht aus, und fordert eine stärkere Einbindung von Aktien in die Altersvorsorge der Deutschen. Damit positioniert sich der mächtige Börsenchef direkt im politischen Kern der anstehenden Rentendebatte.

Weimer, der die Deutsche Börse AG leitet, macht konkrete Vorschläge für die von Merz angestrebte Reform. Sein zentrales Argument: Das Umlageverfahren der gesetzlichen Rente allein könne die Versorgungslücke nicht schließen. Stattdessen brauche es eine kapitalgedeckte Säule, die breit in Aktien investiert. Diese Forderung kommt nicht von ungefähr – sie fällt in eine Phase, in der die Ampel-Koalition unter Druck steht, Lösungen für die demografische Krise zu finden, und die Union mit Merz an der Spitze ihr eigenes Modell einer „Aktienrente“ vorantreibt.

Die Intervention des Börsenchefs erhöht den Druck auf die Bundesregierung und verleiht den unionsgeführten Reformplänen erhebliches wirtschaftspolitisches Gewicht. Sie signalisiert, dass die Finanzwirtschaft eine klare Erwartungshaltung an die nächste Legislaturperiode hat. Sollte sich die Debatte in Richtung einer kapitalmarktgestützten Lösung bewegen, könnte dies langfristig massive Kapitalströme in den deutschen Aktienmarkt lenken und die Rolle institutioneller Anleger stärken. Die Forderung unterstreicht die tiefe Sorge um die Zukunftsfähigkeit des Rentensystems und markiert einen frühen Schlagabtausch in einem der zentralen Wahlkampfthemen.