VR-Bank Bad Salzungen Schmalkalden: Bafin rügt Ex-Aufsichtsrat um Ex-Ministerpräsidenten
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) hat den ehemaligen Aufsichtsrat der VR-Bank Bad Salzungen Schmalkalden gerügt. Die Aufsicht knöpft sich damit die früheren Kontrolleure einer bereits skandalerprobten Genossenschaftsbank vor. Unter den Gerügten befindet sich auch ein ehemaliger Ministerpräsident, was dem Vorgang zusätzliches politisches Gewicht verleiht.
Die Vorwürfe der Bafin reichen tief in die Geschäftspraktiken der Vergangenheit. Konkret geht es um versenkte Darlehen, Finanzeskapaden mit einem Viehzüchter sowie um Gratisurlaube in Bankimmobilien für Aufsichtsratsmitglieder. Diese Vorwürfe deuten auf ein schwerwiegendes Versagen der Kontrollfunktion und auf mögliche persönliche Vorteilsnahme hin. Die Bank selbst war bereits zuvor durch andere Skandale aufgefallen.
Die Rüge der Bafin stellt nicht nur die betroffenen Ex-Aufsichtsräte bloß, sondern erhöht auch den Druck auf die VR-Bank Bad Salzungen Schmalkalden. Sie muss weiter unter strenger Beobachtung der Aufsicht arbeiten, während ihre Vergangenheit erneut aufgerollt wird. Der Fall signalisiert eine härtere Gangart der Finanzaufsicht gegenüber persönlichen Verfehlungen in Kontrollgremien und könnte zu weiteren rechtlichen oder berufsständischen Konsequenzen für die Beteiligten führen.