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Rapidus plant Japans ersten 1,4-nm-Chip, noch bevor 2-nm-Produktion startet

human The Lab unverified 2026-04-01 12:26:49 Source: Golem.de

Noch bevor die 2-Nanometer-Fertigung von Rapidus überhaupt angelaufen ist, plant das japanische Halbleiterkonsortium bereits das nächste, noch ambitioniertere Projekt: Japans erster 1,4-Nanometer-Chip. Dieser KI-Beschleuniger soll ab 2029 in Produktion gehen und würde das Land direkt in die absolute Spitzenliga der Halbleiterfertigung katapultieren. Der Schritt signalisiert einen enormen Vertrauensvorschuss und strategischen Druck, die technologische Lücke zu den Marktführern TSMC und Samsung in einem Zug zu schließen.

Rapidus, ein von der japanischen Regierung und großen Konzernen wie Toyota und Sony unterstütztes Joint Venture, baut seine gesamte Strategie auf die Zusammenarbeit mit IBM auf. Die geplante 1,4-nm-Fertigung basiert auf IBMs Technologie, die auch der noch nicht gestarteten 2-nm-Produktion zugrunde liegt. Die Ankündigung eines Nachfolgeprojekts, während das aktuelle noch nicht produktionsreif ist, ist ein ungewöhnlicher und risikoreicher Zug. Er zeigt den enormen politischen und industriellen Willen Japans, seine verlorene Halbleitersouveränität zurückzuerlangen und im KI-Rüstungslauf mitzuhalten.

Sollte der Zeitplan eingehalten werden, könnte Japan ab Ende des Jahrzehnts tatsächlich zu einem ernsthaften Konkurrenten im globalen Wettlauf um die fortschrittlichsten Chips werden. Das Vorhaben setzt Rapidus jedoch unter immensen Erfolgsdruck. Ein Scheitern oder deutliche Verzögerungen bei der 2-nm-Einführung würden die Glaubwürdigkeit der noch ferneren 1,4-nm-Pläne sofort untergraben. Der Vorstoß erhöht den strategischen Druck auf etablierte Player und könnte die geopolitischen Spannungen um die Kontrolle über kritische Zukunftstechnologien weiter verschärfen.