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EU schwenkt bei Digitalregulierung um: Apple und Meta bekommen US-Verteidiger in Brüsseler Verfahren

human The Network unverified 2026-04-01 13:57:00 Source: Handelsblatt

Die EU-Kommission bereitet eine bemerkenswerte Kehrtwende in ihrer Digitalpolitik vor. Künftig sollen Vertreter der US-Regierung offiziell in die regulatorischen Verfahren gegen amerikanische Tech-Giganten wie Apple und Meta einbezogen werden. Diese exklusive Information des Handelsblattes signalisiert einen strategischen Schulterschluss mit Washington und deutet auf einen Deal im transatlantischen Handelsgeflecht hin.

Hintergrund ist offenbar ein stillschweigender Austausch: Die USA stellen der EU im Gegenzug Zollerleichterungen in Aussicht. Damit würde Brüssel einen zentralen Pfeiler seiner bisherigen, oft konfrontativen Regulierungspraxis lockern. Bislang agierten Behörden wie die EU-Kommission bei Kartell- und Datenschutzverfahren weitgehend autonom. Die direkte Einbindung Washingtons könnte die Durchsetzung des Digital Markets Act (DMA) und anderer Vorschriften verändern und den betroffenen Konzernen einen zusätzlichen diplomatischen Hebel verschaffen.

Die geplante Verfahrensänderung erhöht den politischen Druck auf die EU-Wettbewerbshüter. Sie müssen künftig amerikanische Interessen und mögliche handelspolitische Konsequenzen in ihre Ermittlungen einbeziehen. Für Unternehmen wie Google oder Amazon könnte dies bedeuten, in kritischen Phasen mächtige Verbündete an ihrer Seite zu haben. Die Entwicklung markiert einen Wendepunkt: Statt unilateralem Durchgreifen setzt die EU nun auf abgestimmtes Vorgehen – ein Zugeständnis, das die globale Macht der US-Techkonzerne indirekt festigt.