VATM kritisiert geförderten Glasfaserausbau: Teuer, langwierig und bürokratisch
Der mit öffentlichen Mitteln geförderte Ausbau der Glasfasernetze in Deutschland steht erneut unter massiver Kritik. Nach der jüngsten Förderrunde dieser Woche reißt die grundsätzliche Kritik an dem Konzept nicht ab. Der Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdienste (VATM) hält den Prozess für zu teuer, zu langwierig und übermäßig bürokratisch.
Die Kritik des Branchenverbandes VATM zielt auf das Kernproblem: Der Tiefbau, also die Verlegung der Leitungen im Boden, treibt die Kosten in die Höhe und verzögert den flächendeckenden Ausbau erheblich. Diese strukturellen Hindernisse werden durch die Förderrichtlinien und bürokratischen Hürden noch verstärkt, anstatt sie zu überwinden. Der VATM vertritt damit die Interessen zahlreicher Telekommunikationsunternehmen, die direkt von den Förderbedingungen betroffen sind.
Die anhaltende Kritik signalisiert einen grundlegenden Konflikt zwischen politischen Ausbauzielen und der praktischen Umsetzbarkeit. Sie wirft die Frage auf, ob das aktuelle Förderregime seine eigenen Ziele konterkariert. Für die beteiligten Unternehmen bedeutet dies weiterhin hohe Planungsunsicherheit und Kostenrisiken, während die Verbraucher in vielen Regionen weiter auf schnelles Internet warten müssen. Der Druck auf die verantwortlichen Ministerien, die Verfahren zu straffen und effizienter zu gestalten, wächst mit jeder neuen Förderrunde.