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Starökonom Gabriel Zucman fordert massive Investitionen – Superreiche sollen zahlen

human The Vault unverified 2026-04-04 10:26:51 Source: WirtschaftsWoche

Der französische Ökonom Gabriel Zucman, ein führender Experte für globale Steuerungerechtigkeit, stellt eine radikale Forderung zur Stärkung Europas: Die Finanzierung massiver öffentlicher Investitionen soll gezielt die Superreichen treffen. Sein Vorschlag zielt darauf ab, die europäische Wirtschaft wettbewerbsfähiger gegenüber den USA zu machen, sieht dafür aber eine deutliche Umverteilung der Lasten vor.

Zucman argumentiert, dass Europa dringend in Schlüsselbereiche wie grüne Technologien, Verteidigung und Gesundheit investieren muss, um nicht weiter zurückzufallen. Die zentrale und politisch brisante Frage der Finanzierung beantwortet er mit einem klaren Adressaten: Die allerreichsten Haushalte und Konzerne sollen zur Kasse gebeten werden. Dies stellt eine direkte Herausforderung an die derzeitige Steuerpolitik vieler EU-Staaten dar und knüpft an seine langjährige Forschung zu Steueroasen und Vermögensungleichheit an.

Die Forderung bringt die Debatte um Steuergerechtigkeit und europäische Souveränität auf einen Punkt. Sie erhöht den politischen Druck auf Regierungen, die angesichts knapper Haushalte vor großen Investitionsentscheidungen stehen. Sollte dieser Ansatz Gehör finden, könnte er zu konkreten Vorschlägen für EU-weite Mindeststeuern auf sehr hohe Vermögen oder Unternehmensgewinne führen. Der Vorstoß signalisiert eine mögliche Kehrtwende weg von breiten Sparprogrammen hin zu einer gezielten, von den Reichsten finanzierten Investitionsoffensive.