Telekom-Aufsichtsrat attackiert Ex-Technikchef Abdu Mudesir öffentlich – Keine Abfindung auf Millionenhonorar
Der Aufsichtsratsvorsitzende der Deutschen Telekom, Ulrich Lehner, hat den ehemaligen Technikvorstand Abdu Mudesir öffentlich kritisiert und eine Zahlung einer Abfindung auf dessen Millionenhonorar ausgeschlossen. Diese ungewöhnlich direkte Äußerung eines Kontrollgremiums-Chefs gegenüber einem ehemaligen Vorstandsmitglied markiert eine scharfe Zäsur und offenbart erhebliche interne Spannungen im Konzern. Mudesir, der erst im vergangenen Jahr in den Vorstand berufen wurde, hatte die Telekom überraschend nach nur wenigen Monaten im Amt wieder verlassen.
Die Kritik Lehners zielt nicht nur auf den kurzen Verbleib Mudesirs, sondern impliziert eine Enttäuschung über dessen Wirken. Die klare Ansage, dass auf das vertraglich vereinbarte Honorar keine zusätzliche Abfindung gezahlt wird, stellt eine deutliche Grenze dar und signalisiert, dass der Aufsichtsrat den Schritt nicht als regulären Vorstandswechsel betrachtet. Dies wirft Fragen nach den genauen Hintergründen der Trennung auf, die bisher nicht öffentlich detailliert wurden.
Der Vorfall bringt die Telekom unter internen und öffentlichen Rechtfertigungsdruck. Er lenkt den Blick auf die Personalpolitik und Entscheidungsprozesse im Vorstand sowie auf die Rolle des Aufsichtsrats bei der Besetzung von Spitzenpositionen. Für den Konzern bedeutet der Vorgang nicht nur einen kurzfristigen Reputationsverlust, sondern auch die Notwendigkeit, die Führung der kritischen Techniksparte rasch und stabil zu besetzen, um operative Kontinuität zu gewährleisten.