Indien: Rekord-Hitzewelle droht Stromnetz zu kollabieren – Regierung feuert Kohlekraftwerke an
Eine tödliche Hitzewelle in Südasien droht, Indiens Stromnetz an seine absolute Belastungsgrenze zu bringen. Das Land erwartet den höchsten Stromverbrauch seiner Geschichte, angetrieben durch den massiven Bedarf an Klimaanlagen. Die Versorgungslage ist so angespannt, dass die Regierung bereits vor flächendeckenden Blackouts warnt – eine direkte Gefahr für Bevölkerung und Wirtschaft.
Die indische Regierung reagiert mit einem energiepolitischen Rückwärtsgang: Aus Sorge vor einem Zusammenbruch der Netze fährt sie gezielt Kohlekraftwerke hoch, um die Grundlast zu sichern. Diese Notmaßnahme untergräbt klimapolitische Ziele und zeigt die extreme Verwundbarkeit der Infrastruktur. Der wirtschaftliche Dämpfer, vor dem die Behörden warnen, ist real; Produktionsausfälle und Hitzeschäden könnten das Wachstum bremsen.
Die Krise offenbart einen fatalen Kreislauf: Extremhitze, verursacht durch den Klimawandel, treibt den Energiebedarf in die Höhe, der nur durch den vermehrten Einsatz fossiler Brennstoffe gedeckt werden kann. Dieser Teufelskreis stellt Indien vor ein unmögliches Dilemma zwischen kurzfristiger Stabilität und langfristiger Dekarbonisierung. Der Druck auf das Stromnetz ist ein akutes Signal für die gesamte Region Südasien, die ähnlichen Hitzeszenarien ausgesetzt ist.