Solarbranche warnt vor Systemkollaps: Bundesregierung plant Streichung der Einspeisevergütung für kleine PV-Anlagen
Die Bundesregierung plant eine fundamentale Änderung im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), die die gesamte Solarbranche in Alarmbereitschaft versetzt: die Abschaffung der Einspeisevergütung für kleine Photovoltaik-Anlagen. Dieser Schritt droht, den Markt für private und gewerbliche Solarinstallationen abrupt auszubremsen, noch bevor das Energiesystem für eine solche Umstellung gerüstet ist. Unternehmen rechnen bereits mit einem dramatischen Einbruch bei den Solarverkäufen, sollte der Plan umgesetzt werden.
Konkret sieht der Entwurf vor, die garantierte Vergütung für eingespeisten Solarstrom aus kleinen Anlagen zu streichen. Diese Vergütung war über Jahre der zentrale wirtschaftliche Anreiz für Hausbesitzer und Unternehmen, in Solartechnik zu investieren. Die Branche warnt mit Nachdruck, dass die technischen und marktlichen Voraussetzungen für einen funktionierenden Strommarkt ohne diese Förderung noch nicht gegeben seien. Das aktuelle System ist auf diese dezentrale Einspeisung angewiesen.
Die geplante Gesetzesänderung stellt eine direkte Zäsur für die deutsche Energiewende dar und setzt die Solarindustrie unter erheblichen Druck. Sollte die Vergütung wegfallen, ohne dass ein funktionierender Ersatzmechanismus etabliert ist, riskiert die Politik nicht nur einen Investitionsstopp, sondern auch Rückschläge für die Klimaziele. Die Warnung der Branche ist eindeutig: Ein überstürzter Ausstieg gefährdet die Stabilität des Gesamtsystems und könnte den Ausbau der Solarenergie in Deutschland abrupt verlangsamen.