Gericht in New York gibt mutmaßlichen Abschiedsbrief von Jeffrey Epstein frei – Handschriftliche Notiz wirft neue Fragen auf
Ein Gericht in New York hat eine handschriftliche Notiz öffentlich gemacht, die mutmaßlich von Jeffrey Epstein stammt und als Abschiedsbrief gedeutet wird. Die Freigabe erfolgte auf Antrag der New York Times, die das Dokument zur Einsicht beantragt hatte. Der verurteilte Sexualstraftäter wurde am 10. August 2019 tot in seiner Gefängniszelle aufgefunden – die Behörden stuften den Tod offiziell als Suizid ein. Die nun veröffentlichte Notiz enthält Elemente, die auf einen Abschied hindeuten, weist jedoch mehrere ungewöhnliche Merkmale auf: Sie ist nicht unterschrieben und enthält keinen Namen. Diese Umstände haben die Aufmerksamkeit von Beobachtern und Medien in den USA geweckt.
Das Dokument war bislang nicht Teil der offiziellen Ermittlungsakten, was Fragen zur Dokumentationspraxis und zum Informationsfluss innerhalb der Strafverfolgungsbehörden aufwirft. Laut Zeit stößt der Schritt des Gerichts in den USA auf erhebliches Interesse, da die Umstände von Epsteins Tod seit jeher Gegenstand von Spekulationen und alternativen Theorien sind. Die New York Times begründete ihren Antrag mit dem öffentlichen Interesse an Transparenz in einem Fall, der hohe Wellen geschlagen hatte und zahlreiche prominente Namen mit Epsteins Netzwerk in Verbindung brachte.
Die Freigabe des Dokuments bedeutet nicht, dass dessen Echtheit bestätigt wurde. Unabhängige Experten müssten klären, ob die Handschrift tatsächlich von Epstein stammt und unter welchen Umständen die Notiz in den Besitz der Behörden gelangte. Beobachter weisen darauf hin, dass die fehlende Unterschrift und die anonyme Gestaltung sowohl eine vorsätzliche Verschleierungstaktik als auch eine harmlose Gewohnheit des Verfassers widerspiegeln könnten.