Porsche streicht 500 Stellen: Zelltochter Cellforce vor Schließung im Strategieumbruch
Porsche hat im Zuge eines unternehmensweiten Strategiewechsels die Schließung seiner Batterietochter Cellforce beschlossen. Rund 500 Mitarbeiter sind von den Maßnahmen betroffen. Die Entscheidung fällt in eine Phase, in der der Stuttgarter Sportwagenhersteller mit erheblichem Gegenwind auf seinen größten Märkten kämpft: In den USA und China entwickeln sich die Geschäfte deutlich schlechter als erwartet.
Cellforce wurde als Schlüsselprojekt für die Elektrifizierungsstrategie von Porsche gegründet und sollte hochleistungsfähige Batteriezellen für Elektrofahrzeuge entwickeln. Die Schließung markiert einen strategischen Bruch mit den ursprünglichen Plänen und signalisiert eine Neubewertung der eigenen Batteriekompetenz. Welche konkreten Alternativen oder Partner für die Zukunft der E-Mobilitätsstrategie angedacht sind, bleibt zunächst offen.
Dienow fortdauernde Schwäche in Nordamerika und China belastet die gesamte Porsche-Gruppe. Analysten sehen in dem Stellenabbau den Versuch, Kostenstrukturen rapid an die veränderte Marktlage anzupassen. Die Kombination aus strategischem Rückzug bei Schlüsseltechnologien und massivem Personalabbau deutet auf eine tiefgreifende Krise im Kerngeschäft hin, die weit über einzelne Sparmaßnahmen hinausgehen könnte.