AfD-Bundesgeschäftsführer Malcomeß: 278 Kilogramm Gold, fragwürdiger Geschäftspartner und erstaunliche Gedächtnislücken
Hans-Holger Malcomeß, Bundesgeschäftsführer der AfD, steht im Zentrum wachsender Fragen zu seinen geschäftlichen Verflechtungen vor der Parteikarriere. Der Dresdner leitet die Bundeszentrale der Partei und gibt an, den Lagerort von 278 Kilogramm Gold zu kennen – über die Herkunft und Hintergründe dieser Bestände will er jedoch kaum Auskunft geben können. Noch aufschlussreicher: seine Erinnerungslücken beim Thema Geschäftspartner.
Vor seinem Einstieg bei der AfD handelte Malcomeß mit Edelmetallen. Sein damaliger Geschäftspartner: ein Mann mit nachgesagten Verbindungen zu einem Waffenhändler. Auf Nachfragen zu dieser Beziehung zeigt sich der AfD-Bundesgeschäftsführer auffällig ahnungslos – davon, dass sein Partner in zweifelhafte Netzwerke verstrickt gewesen sein soll, will er nichts gewusst haben. Die zeitliche Abfolge seiner Precious-Metals-Geschäfte fällt in eine Phase, in der die AfD in Dresden Fuß fasste und ihre Strukturen ausbaute.
Malcomeß' Rolle als enger Vertrauter der Parteispitze verleiht den Offenbarungen besondere Brisanz. Ein Bundesgeschäftsführer mit ungeklärten Verbindungen in die Edelmetallbranche und undurchsichtigen Geschäftskontakten steht für Reputationsrisiken, die über persönliche Fragen hinausreichen. Die Frage, welche kommerziellen Interessenlagen der AfD-Struktur möglicherweise überlagern, bleibt vorerst offen – ebenso die Frage, ob die Parteiführung von den Geschäften ihres Bundesgeschäftsführers Kenntnis hatte.