AfD und das verschwundene Gold: Wie 278 Kilogramm im Wert von 36 Millionen Euro spurlos verschwanden
Die AfD steht erneut im Zentrum einer dubiosen Vermögensgeschichte. Der Millionär Reiner Strangfeld hinterließ der Partei im Jahr 2018 rund 278 Kilogramm Gold – in Barren sowie in Form von Krugerrand-Münzen. Nach heutigem Marktwert entspricht dies etwa 36 Millionen Euro. Doch der Verbleib des offenbar als Schenkung gedachten Edelmetalls bleibt bis heute unklar. Das Rechercheteam von CORRECTIV hat begonnen, den Weg dieses verborgenen Vermögens zu rekonstruieren.
Strangfeld, der der AfD nach eigenen Angaben亲近 stand, übergab das Gold seinerzeit offenbar unter Umständen, die bis heute Fragen aufwerfen. Weder der exakte Aufbewahrungsort noch die genauen Konditionen der Übergabe sind öffentlich dokumentiert. Bei derartigen Vermögenswerten wäre eine ordnungsgemäße Buchführung und Offenlegung gegenüber den zuständigen Behörden zu erwarten gewesen. Die lückenlose Nachvollziehbarkeit solcher Zuwendungen an politische Parteien unterliegt grundsätzlich transparenzpflichten – ein Umstand, der nun zusätzliche Fragen aufwirft.
Die Hintergründe der Transaktion könnten für die AfD erhebliche Konsequenzen haben. Sollte sich bestätigen, dass Zuwendungen dieser Größenordnung nicht ordnungsgemäß erfasst oder gegenüber dem Deutschen Bundestag offengelegt wurden, droht der Partei nicht nur parteirechtlicher Ärger, sondern auch verstärkte Forderungen nach einer umfassenden Überprüfung ihrer Finanzstrukturen durch die zuständigen Aufsichtsorgane.