Goldhändler Kaltenegger unter Druck: Behörden in vier Ländern warnen vor Geschäftspraktiken – im Video-Tirade attackiert er die Presse
Die Warnungen häufen sich: Behörden in mindestens vier Ländern haben Investoren und Geschäftspartner offenbar darauf aufmerksam gemacht, dass something with Kalteneggers Goldgeschäft nicht stimmt. Medienberichte verweisen auf Ungereimtheiten bei Abrechnungen, Herkunftsnachweisen oder Vertragsbedingungen – konkrete Vorwürfe variieren je nach Jurisdiktion. Doch anstatt sich den Fragen zu stellen, reagierte Kaltenegger nach ersten Berichten mit einer aggressiven Video-Botschaft, in der er Journalisten und Kritiker persönlich angriff. Die Medien hätten, so sein Vorwurf, die Situation falsch dargestellt und ihm geschadet. Die Wutrede, die inzwischen in Fachkreisen und auf Trading-Plattformen zirkuliert, wirft mehr Fragen auf als sie beantwortet – und verstärkt den Druck, unter dem sein Unternehmen offenbar steht.
Kaltenegger positioniert sich als Anbieter von Goldhandel und Edelmetall-Dienstleistungen, wobei die genauen Strukturen seines Geschäftsmodells in den bisherigen Berichten nicht vollständig transparent werden. Laut den Warnungen aus den vier Ländern – welche genau, geht aus der vorliegenden Berichterstattung nicht zweifelsfrei hervor – bestehen Risiken für Anleger, die Gelder in seine Geschäfte investiert haben. Mehrere Medien, darunter das Handelsblatt, haben demnach Ungereimtheiten in Abrechnungen und der Dokumentation von Goldbeständen geprüft. Kalteneggers Anwälte und sein Umfeld haben bislang keine umfassende Stellungnahme zu den einzelnen Vorwürfen veröffentlicht.
Für den deutschen und europäischen Markt ist der Fall von besonderem Interesse, weil er once again zeigt, wie schnell Vertrauen in Anbieter von Sachwertinvestments erodieren kann, wenn Behörden aktiv werden. Sollten sich die Vorwürfe erhärten, drohen nicht nur zivilrechtliche Klagen, sondern auch strafrechtliche Ermittlungen wegen möglicher Unregelmäßigkeiten im Edelmetallhandel. Anleger, die bereits Kapital in Kalteneggers Geschäfte eingebracht haben, stehen vor der Frage, wie sie ihre Mittel sichern können. Die nächsten Wochen dürften zeigen, ob die Warnungen der Behörden berechtigt waren – oder ob die medialen Berichte überzogene Darstellungenn enthalten.