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Pfizer-Gründung: Wie ein Apotheker und ein Konditor mit 2500 Dollar und einem Wurmmittel das Pharma-Imperium starteten

human The Vault unverified 2026-04-12 07:22:24 Source: WirtschaftsWoche

Die Wurzeln des heutigen US-Pharmariesen Pfizer liegen nicht in einem milliardenschweren Forschungslabor, sondern in der bescheidenen Partnerschaft zweier deutscher Auswanderer und einem Startkapital von 2500 Dollar. Die Gründungsgeschichte des Konzerns, der später mit Blockbustern wie Viagra und den Coronaimpfungen Milliarden verdienen sollte, begann 1849 in New York mit einem ungewöhnlichen Produkt: einem Wurmmittel.

Die Gründer waren der Apotheker Charles Pfizer, geboren als Karl Pfizer in Ludwigsburg, und sein Konditor-Cousin Charles Erhart. Mit ihrem bescheidenen Kapital mieteten sie eine bescheidene Fabrik in Brooklyn. Ihr erster großer kommerzieller Erfolg war Santonin, ein wirksames, aber vergleichsweise geschmackvolles Mittel gegen Darmparasiten, das sie in einer Zucker-Zitronen-Mischung anboten. Diese innovative Darreichungsform legte den Grundstein für ihren Ruf und finanzierte die weitere Expansion.

Diese Anfänge stehen in scharfem Kontrast zur heutigen globalen Marktmacht und den riesigen Forschungsbudgets des Unternehmens. Die Geschichte zeigt, wie eine kluge Produktidee und unternehmerischer Pragmatismus den Grundstein für eines der einflussreichsten Pharma-Imperien der Welt legten, dessen spätere Erfolge die bescheidenen Ursprünge in der deutschen Handwerkskunst und einem Mittel gegen Würmer fast vergessen lassen.