Iran: Internet-Blackout überschreitet 1.000 Stunden – zweitlängste bekannte Blockade
Seit dem 28. Februar 2026 befindet sich der Iran in einem beispiellosen digitalen Ausnahmezustand. Die Bevölkerung hat seit über 1.000 Stunden keinen nennenswerten Internetzugang mehr. Dieser anhaltende Blackout markiert bereits die zweitlängste derartige bekannte Sperre in der Geschichte des Landes und unterstreicht die Intensität der aktuellen Kontrollmaßnahmen.
Die Blockade schneidet Millionen Menschen von der globalen Kommunikation und Informationsversorgung ab. Während offizielle Gründe für die anhaltende Abschaltung selten detailliert genannt werden, fallen derart umfassende Netzwerkunterbrechungen typischerweise mit Perioden erhöhter innenpolitischer Spannungen oder sicherheitspolitischer Ereignisse zusammen. Die Dauer von über 40 Tagen übertrifft bei weitem die Länge temporärer Störungen und deutet auf eine systematische, zentral gesteuerte Maßnahme hin.
Langfristige Internetabschaltungen dieser Größenordnung haben tiefgreifende Implikationen. Sie isolieren die Zivilgesellschaft, behindern die Wirtschaftstätigkeit, unterbrechen Bildungs- und Gesundheitsdienste und erschweren die Berichterstattung über die Lage im Land erheblich. Die Tatsache, dass es sich um den zweitlängsten dokumentierten Vorfall dieser Art handelt, setzt die verantwortlichen Institutionen unter internationalen Beobachtungsdruck und wirft Fragen nach der Verhältnismäßigkeit sowie den langfristigen sozialen und wirtschaftlichen Kosten einer derart radikalen digitalen Abschottung auf.