PFAS-Skandal: Wie DuPont und andere Konzerne die Gefahr jahrzehntelang aktiv vertuschten
Die Fluorchemikalie PFOA, ein Vertreter der PFAS-Gruppe, ist giftig und krebserregend. Vor fast 25 Jahren brachte der US-Anwalt Robert Bilott die Bedrohung durch die Substanz ans Licht – doch der Skandal um die sogenannten „Ewigkeitschemikalien“ ist heute aktueller denn je. Die zentrale Anschuldigung lautet, dass die beteiligten Unternehmen die Gefahr für Mensch und Umwelt wissentlich und aktiv verschleiert haben.
Der Fall nahm seinen Anfang mit einer Klage des Anwalts Robert Bilott gegen den Chemiekonzern DuPont in Parkersburg, USA. Bilott deckte auf, wie das Unternehmen über Jahrzehnte hinweg die Risiken der von ihm produzierten und verwendeten PFAS-Chemikalien herunterspielte und vertuschte. Die toxischen Substanzen, die in zahlreichen Alltagsprodukten wie beschichteten Pfannen oder wasserabweisender Kleidung vorkommen, reichern sich in der Umwelt und im menschlichen Körper an und sind kaum abbaubar.
Die Enthüllungen von damals haben bis heute massive Auswirkungen, auch in Deutschland. Der Skandal offenbart ein systemisches Versagen und wirft grundlegende Fragen zur Verantwortung von Chemiekonzernen, zur Wirksamkeit von Regulierungsbehörden und zum Schutz der öffentlichen Gesundheit auf. Die juristische und öffentliche Aufarbeitung des PFAS-Themas setzt die gesamte Chemieindustrie unter Druck und führt zu verschärften regulatorischen Diskussionen über ein Verbot der gefährlichen Stoffgruppe.