Ford verliert Elektro-Vordenker Doug Field – Milliarden-Abschreibungen und gescheiterte Strategie
Ford verliert den Architekten seiner Elektrooffensive. Doug Field, der als Chief Advanced Product Development and Technology Officer die strategische Ausrichtung der E-Mobilität bei dem US-Automobilkonzern leitete, verlässt das Unternehmen. Sein Abgang markiert einen kritischen Wendepunkt, nachdem Fords Elektrostrategie bislang nicht aufgegangen ist und der Konzern bereits Milliarden abschreiben musste.
Field galt als Schlüsselfigur im Aufbau von Fords Elektroauto-Geschäft. Seine Expertise, die er zuvor bei Apple und Tesla gesammelt hatte, sollte den traditionsreichen Hersteller in die Zukunft führen. Sein plötzlicher Weggang wirft nun drängende Fragen zur Kontinuität und zum Erfolg der milliardenschweren Investitionen in die Elektrifizierung auf. Die internen Herausforderungen sind enorm: Die Elektrosparte Model e verzeichnete zuletzt hohe Verluste, und die Produktionsziele für Modelle wie den F-150 Lightning wurden mehrfach nach unten korrigiert.
Der Abgang des Top-Strategen erhöht den Druck auf CEO Jim Farley, den eingeschlagenen Kurs zu überprüfen und die Glaubwürdigkeit der Elektro-Pläne gegenüber dem Markt zu wahren. Während die gesamte Branche mit Nachfrageschwankungen und Preiskämpfen kämpft, steht Ford nun vor der Aufgabe, seine technologische Roadmap ohne ihren wichtigsten Vordenker neu zu justieren. Die Personalie wird zum Lackmustest für die Widerstandsfähigkeit von Fords Transformation in einem zunehmend umkämpften Markt.