dm und Rossmann stoppen Verkauf von Krill-Produkten nach Kritik von Meeresschützern
Die großen deutschen Drogerieketten dm und Rossmann ziehen Krill-Produkte aus ihren Regalen. Der Grund ist massive Kritik von Meeresschützern, die vor den ökologischen Folgen der Krill-Fischerei in der Antarktis warnen. Die winzigen Krebstiere sind eine zentrale Lebensgrundlage für Wale und ein Schlüsselelement des antarktischen Ökosystems, landen aber auch in einer Reihe von Beauty- und Nahrungsergänzungsprodukten.
Die Entscheidung der beiden Marktführer ist eine direkte Reaktion auf den öffentlichen Druck von Umweltorganisationen. Diese argumentieren, dass die industrielle Krill-Fischerei die empfindlichen Lebensräume der Antarktis bedroht und die Nahrungskette für Wale, Pinguine und andere Meeresbewohner gefährdet. Die Drogeriekonzerne reagieren damit auf ein wachsendes Verbraucherbewusstsein für nachhaltige und ethisch vertretbare Produktherkunft.
Der Schritt von dm und Rossmann setzt die gesamte Branche unter Zugzwang und erhöht den Druck auf andere Hersteller und Händler, ihre Lieferketten zu überprüfen. Er signalisiert einen strategischen Wandel im Einzelhandel, bei dem ökologische Risiken zunehmend zu einem entscheidenden Sortimentskriterium werden. Die Entwicklung könnte weitere Boykotte oder Umstellungen bei Produkten aus sensiblen marinen Ökosystemen nach sich ziehen.