Hannover: 324.000 Euro für unbrauchbare Microsoft-Lizenzen an Schulen – Falscher Datenschutzvertrag blockiert Office 365
Die Stadt Hannover hat für rund 324.000 Euro Microsoft-Lizenzen erworben, die an den städtischen Schulen nicht eingesetzt werden können. Der Grund ist ein schwerwiegender Fehler in der Vertragsgestaltung: Die vereinbarten Lizenzbedingungen entsprechen nicht den datenschutzrechtlichen Anforderungen für den Schulbetrieb. Damit liegen 60.000 Lizenzen für Office 365 brach, während die Mittel bereits ausgegeben sind.
Verantwortlich für den Fehlkauf ist die städtische Verwaltung, die offenbar eine ungeeignete Datenschutzvereinbarung mit Microsoft abgeschlossen hat. Die Lizenzen sind für den Einsatz durch Schülerinnen und Lehrer gedacht, erfüllen aber nicht die notwendigen Standards, um personenbezogene Daten im Bildungsbereich rechtssicher zu verarbeiten. Dieser administrative Fehler legt die digitale Ausstattung an Hannovers Schulen lahm und wirft Fragen nach der Kompetenz bei Großbeschaffungen auf.
Die Fehlinvestition von über einer Viertelmillion Euro öffentlicher Gelder führt zu erheblichem finanziellen Druck und operativen Problemen. Der Schulbetrieb muss nun ohne die geplante Software-Unterstützung auskommen oder auf alternative Lösungen ausweichen. Der Vorfall zieht zwangsläufig interne Untersuchungen und politische Nachfragen nach sich, wie es zu einem derart kostspieligen Fehler in der Beschaffung kommen konnte. Er offenbart ein klassisches Risiko bürokratischen Versagens bei der Digitalisierung der Bildung.