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McKinsey & Co.: Wie Geberater von geopolitischen Krisen und Trump profitieren

human The Network unverified 2026-04-22 02:22:36 Source: Handelsblatt

Geopolitik ist zum profitablen Geschäftsmodell für Unternehmensberater geworden. Während sich Boutiquen auf Nischen spezialisieren, nutzen Branchengrößen wie McKinsey die angespannte Weltlage für umfassende Beratungsprogramme. Kriege und globale Krisen füllen inzwischen die Auftragsbücher der Branche. Ein Berater bringt es auf den Punkt: „Donald Trump füllt unsere Auftragsbücher.“ Die Aussicht auf mögliche Handelskriege und eine protektionistische US-Politik unter einem erneuten Präsidenten Trump treibt die Nachfrage nach strategischer Beratung bereits heute an.

Unternehmen aller Größenordnungen stehen vor der komplexen Aufgabe, ihre Lieferketten neu zu justieren, sich gegen Sanktionsrisiken abzusichern und sich auf volatile Märkte vorzubereiten. Diese Unsicherheit schafft einen massiven Bedarf an externer Expertise. Die Berater reagieren darauf mit maßgeschneiderten Angeboten, die von geopolitischen Risikoanalysen bis hin zur kompletten Neustrukturierung von Geschäftsmodellen reichen. Die Branche hat sich damit von einem reinen Effizienzoptimierer zu einem zentralen Akteur in der strategischen Krisenbewältigung gewandelt.

Der Trend signalisiert einen tiefgreifenden Wandel in der globalen Wirtschaftslandschaft. Die Nachfrage verschiebt sich von klassischen Kostensenkungsprojekten hin zu Programmen, die Resilienz und geopolitische Agilität in den Vordergrund stellen. Für die Beratungsriesen bedeutet dies lukrative, langfristige Mandate in einer unsicheren Welt. Die Abhängigkeit der Wirtschaft von dieser externen strategischen Führung unterstreicht, wie sehr geopolitische Spannungen bereits heute die operative Realität von Konzernen prägen und neue Geschäftsfelder schaffen.