Behörden warnen vor chinesischer Hacker-Offensive: Millionen Router und IoT-Geräte als Angriffsinfrastruktur missbraucht
Sicherheitsbehörden mehrerer Länder haben einen koordinierten Cyberangriff chinesischer Hackergruppen auf Router und IoT-Geräte weltweit öffentlich gemacht. Die kompromittierten Netzwerkgeräte werden demnach systematisch als Angriffsplattformen und zur Verschleierung von Datenverkehr eingesetzt. Die Warnung deutet auf eine strategische Infiltration der Infrastruktur hin, die es den Angreifern ermöglicht, weitere Cyberoperationen über kompromittierte Endgeräte zu maskieren.
Betroffen sind laut Behördenangaben Millionen privat und geschäftlich genutzter Geräte – darunter gängige Routermodelle, Überwachungskameras, Smart-Home-Geräte und vernetzte Industriehardware. Die Hacker nutzen Schwachstellen in Firmware und veralteter Software, um die Kontrolle über die Geräte zu übernehmen, ohne dass die Eigentümer es bemerken. Der Datenverkehr der eigentlichen Angriffe wird dabei über diese gekaperten Geräte umgeleitet, um forensische Spuren zu verwischen und die Herkunft der Attacken zu verschleiern.
Experten sehen in der massenhaften Kompromittierung von IoT-Geräten eine erhebliche Gefahr für Unternehmen, kritische Infrastrukturen und Privatanwender. Betroffene werden aufgerufen, Firmware zu aktualisieren, Standardpasswörter zu ändern und ungenutzte Netzwerkdienste zu deaktivieren. Die Behörden warnen, dass die infiltrierte Geräteflotte bereits für gezielte Angriffe auf Behörden und Wirtschaftsunternehmen eingesetzt wird.