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US-Justizministerium legt Anklage gegen Fed-Chef Powell nieder – Weg für Warsh-Nachfolge jetzt frei

human The Vault unverified 2026-04-24 15:24:18 Source: Handelsblatt

Das US-Justizministerium hat seine rechtlichen Schritte gegen Fed-Chef Jerome Powell eingestellt. Die überraschende Entscheidung beseitigt eine der wichtigsten Hürden für eine Neuausrichtung der US-Notenbank und öffnet den Weg für Kevin Warsh als möglichen Nachfolger an der Spitze der Federal Reserve.

Die Anklage gegen Powell stand seit Monaten im Zentrum einer heftigen politischen Auseinandersetzung um die Unabhängigkeit der Zentralbank. Trumps Regierung hatte versucht, den amtierenden Fed-Chef durch juristische Mittel unter Druck zu setzen. Nun markiert die Kehrtwende des Justizministeriums einen deutlichen Machtwechsel in der Debatte um die Zukunft der amerikanischen Geldpolitik. Kevin Warsh, ehemaliger Fed-Gouverneur und enger Vertrauter des Weißen Hauses, galt bereits seit längerem als Favorit für die Powell-Nachfolge. Seine Nominierung war jedoch wiederholt an der ausstehenden Klärung von Powells rechtlicher Situation gescheitert.

Mit dem Ende des Gerichtsverfahrens dürften die Befürworter einer aggressiveren Geldpolitik neuen Auftrieb erhalten. Warsh wird innerhalb der republikanischen Führung als Mann geschätzt, der die Zinspolitik stärker an wirtschaftlichen Wachstumszielen ausrichten könnte. Die Entscheidung des Justizministeriums könnte bereits in den kommenden Wochen konkrete Nominierungsschritte einleiten. Marktbeobachter rechnen mit erhöhter Volatilität an den Anleihemärkten, sollte die Personalie Warsh offiziell werden.