Telegram als Drehscheibe: Kriminelle vertreiben Banking-Hacking-Tools für Geldwäsche
Auf Telegram zirkulieren offenbar gezielt Hacking-Tools, die gezielt Banking-Apps und Krypto-Börsen angreifen und dabei gängige Sicherheitsmechanismen umgehen. Die Verkaufskanäle auf der Plattform funktionieren dabei wie ein professioneller Darknet-Markt – mit dem Unterschied, dass sie über einen regulären Messenger zugänglich sind.
Wie T3N berichtet, richten sich die angebotenen Lösungen an Kriminelle, die fremde Konten leerräumen und die Beute anschließend über die gleiche Infrastruktur waschen möchten. Die Werkzeuge sollen es ermöglichen, Zwei-Faktor-Authentifizierung zu umgehen, SMS-Interception einzusetzen und so Überweisungen in Echtzeit abzufangen. Einige Produkte richten sich laut Bericht gezielt an deutsche und europäische Institute, was auf einen internationalen Abnehmerkreis hindeutet.
Experten warnen vor der zunehmenden Professionalisierung dieses Marktes. Statt individueller Phishing-Kampagnen können Käufer demnach vorgefertigte Komplettlösungen erwerben – inklusive technischem Support und regelmäßigen Updates. Die niedrige Einstiegsschwelle erhöht das Risiko, dass die Werkzeuge auch von weniger technisch versierten Akteuren eingesetzt werden. Banken und Krypto-Börsen stehen damit unter Druck, ihre Sicherheitsprotokolle kontinuierlich anzupassen.