VW verschärft Sparkurs: Portfolio bereinigen, Überkapazitäten abbauen, Geschäftsmodell umbauen
Die Volkswagen AG treibt einem Bericht der WirtschaftsWoche zufolge eine deutliche Verschärfung ihres Sparprogramms voran. Im Zentrum der Strategie steht demnach die Bereinigung des Portfolios sowie der Abbau von Überkapazitäten – Maßnahmen, die weit über punktuelle Einsparungen hinausgehen und auf eine grundlegende Transformation des Geschäftsmodells abzielen.
Wie aus dem Bericht hervorgeht, plant der Konzern, sein Fahrzeugportfolio zu verschlanken und Produktionskapazitäten strukturell zu reduzieren. Damit reagiert Volkswagen auf anhaltenden Margendruck, verschärfte Wettbewerbsbedingungen im globalen Automobilmarkt und die hohen Kosten des laufenden Technologiewandels hin zur Elektromobilität. Konkrete Zahlen, betroffene Werke oder ein genaues Einsparziel wurden in dem Bericht nicht genannt. Unklar bleibt demnach auch, wie der Stellenwert der einzelnen Marken im künftigen Portfolio aussehen soll und welche Standorte von den Maßnahmen besonders betroffen sein könnten.
Branchengerüchte über eine Ausweitung des Sparkurses bei Europas größtem Autobauer hatten bereits zuvor für Aufmerksamkeit gesorgt. Beobachter vermuten, dass der Konzern unter erheblichem Druck steht, seine Kostenstrukturen an die veränderten Marktbedingungen anzupassen. Offizielle Stellungnahmen zu Umfang, Zeitplan oder konkreten betriebsbedingten Folgen der geplanten Maßnahmen standen zum Zeitpunkt der Berichterstattung noch aus.