EU-Geheimdienst warnt: Putin fürchtet Attentats- und Putschversuche – wachsende Spannungen unter Russlands Sicherheitsdiensten
Einem Dokument des EU-Geheimdienstes zufolge hat der russische Machthaber Putin erhebliche Sicherheitsbedenken hinsichtlich seiner eigenen Machtposition. Laut dem Bericht, den das unabhängige russische Investigativmedium iStories unter Berufung auf das Geheimdienstpapier veröffentlichte, befürchtet die Kremlführung sowohl Attentatsversuche als auch das Risiko eines Putsches innerhalb des eigenen Apparats.
Die Warnung fällt in eine Phase wachsender internen Reibungen. Wie iStories, Medienpartner von CORRECTIV, berichtet, spitzen sich gleichzeitig die Spannungen zwischen den verschiedenen russischen Sicherheitsdiensten zu. Die Konflikte zwischen den Institutionen, die eigentlich dem Machterhalt dienen sollen, signalisieren demnach eine fragiler gewordene Machtbalance im Kreml. Genauere Details zu den beteiligten Akteuren oder konkreten Verdachtsmomenten enthält das Dokument nach bisherigem Kenntnisstand nicht.
Die Entwicklung unterstreicht die wachsende Komplexität der russischen Machtstrukturen unter Kriegsbedingungen. Sollten sich die in dem Geheimdienstbericht formulierten Befürchtungen bestätigen, könnte dies weitreichende Folgen sowohl für die interne Machtverteilung als auch für die strategische Ausrichtung Moskaus haben. Beobachter werten die Situation als Zeichen zunehmender Unsicherheit an der Spitze des russischen Staates.