Metas Weltraum-Wette: Space-Startup soll Solarstrom für KI-Rechenzentren liefern – doch die Technologie hinkt hinterher
Meta erwägt Insidern zufolge, seine wachsenden KI-Rechenzentren künftig mit Solarenergie aus dem All zu versorgen. Ein spezialisiertes Raumfahrt-Start-up soll Konzepte für die Energieübertragung von Satelliten zur Erde entwickeln. Die Pläne stehen jedoch unter Druck: Die notwendige Technologie für die Umwandlung und Übertragung von Sonnenlicht aus dem Orbit steckt noch in frühen Entwicklungsstadien.
Hintergrund der Überlegungen ist der massive Energiebedarf, den Meta für seine KI-Infrastruktur aufbaut. Große Sprachmodelle und Rechenzentren verschlingen erhebliche Strommengen, während die Nachfrage nach Rechenleistung weiter steigt. Das Unternehmen prüft daher eine Reihe von Optionen zur Energiesicherung – darunter auch unkonventionelle Ansätze wie die Nutzung von Weltraumtechnologie. Konkrete Verträge oder eine Umsetzungsentscheidung sind bislang nicht bekannt.
Die Realisierbarkeit hängt entscheidend davon ab, ob die benötigten Übertragungssysteme in ausreichender Größenordnung gebaut werden können. Weltraumgestützte Solarkraftwerke galten lange als theoretisch machbar, scheiterten aber an den Kosten und der technischen Komplexität der Energieumwandlung und -weiterleitung. Ob Metas Vorstoß diese Hürden überwinden kann, bleibt offen. Sollte das Konzept jedoch funktionieren, könnte es einen Präzedenzfall für die Energieversorgung von Rechenzentren in einem zunehmend wettbewerbsintensiven KI-Markt schaffen.