Russland steigert LNG-Exportmenge trotz G7-Sanktionen – Iran-Konflikt treibt Gaspreise nach oben
Die Energiekrise erhält eine neue Dimension. Während der schwelende Konflikt mit dem Iran die Gaspreise bereits spürbar nach oben treibt, gelingt es Moskau offenbar gleichzeitig, die Exportmenge von verflüssigtem Erdgas (LNG) deutlich zu steigern. Laut einem Bericht der WirtschaftsWoche nutzt der Kreml dabei einen Mechanismus, der es ermöglicht, die Ausfuhren trotz bestehender Sanktionen auszuweiten – ein Vorgang, der in westlichen Hauptstädten mit wachsender Sorge beobachtet wird.
Wie genau Moskau die Exportmengen steigert, bleibt in dem Bericht im Detail offen. Fest steht jedoch, dass die Kombination aus iranischer Eskalation und russischer Exportoffensive die globalen Energiemärkte unter zusätzlichen Druck setzt. Bereits die bloße Aussicht auf eine Verschärfung der Lage im Nahen Osten hat die Terminmärkte für Erdgas in den vergangenen Wochen angetrieben. Sollte der Iran-Konflikt weiter eskalieren, könnte dies auch die Transportrouten für LNG-Lieferungen über den Persischen Golf gefährden und die Preise weiter in die Höhe treiben.
Für europäische Abnehmer, die sich nach dem weitgehenden Ausfall russischer Pipeline-Lieferungen zunehmend auf LNG-Importe verlassen, verschärft sich damit die Lage auf mehreren Ebenen gleichzeitig. Die Konkurrenz um Verflüssigungskapazitäten und Tankerkapazitäten wächst, während die Lieferketten durch geopolitische Risiken zusätzlich unter Druck geraten. Analysten zufolge könnte die Situation die Pläne für eine beschleunigte Energiewende in Europa weiter verkomplizieren.