Stadtsparkasse untersucht Malediven-Reisen ihres Vorstandschefs – Verbindung zu millionenschweren Reppegathers-Verlusten
Die Stadtsparkasse Langenfeld hat eine interne Untersuchung eingeleitet, um die Umstände mehrerer Privatflüge ihres Vorstandsvorsitzenden auf die Malediven aufzuklären. Laut Informationen des Handelsblatts reisten der Bankchef und seine Familie wiederholt auf die Inselgruppe im Indischen Ozean - die Kosten für diese Reisen bleiben bislang ungeklärt. Besonders brisant: Die Flüge fielen in einen Zeitraum, in dem das Geldhaus mit erheblichen finanziellen Belastungen durch notleidende Immobilienkredite zu kämpfen hatte.
Der Verdacht, der im Raum steht, ist gravierend. Intern wird geprüft, ob ein Zusammenhang zwischen den Malediven-Reisen und den sogenannten Reppeggathers besteht - offenbar Immobilienverwertungen, die das Institut mit hohen Millionenverlusten belasteten. Reppeggather könnten auf eine spezifische Form von Zwangsverwertungen oder Problemkrediten hinweisen, deren genaue Natur im Raum steht. Die Aufsichtsräte des Geldhauses drängen auf vollständige Transparenz und haben dem Vorstandsvorsitzenden umfassende Auskunftspflicht auferlegt.
Für die Stadtsparkasse, eine öffentlich-rechtliche Sparkasse im Rheinland, droht der Fall Reputationsschaden in einem ohnehin schwierigen Umfeld für deutsche Regionalbanken. Sollte sich der Verdacht bestätigen, dass geschäftliche und private Interessen vermischt wurden, stellt dies einen schwerwiegenden Verstoß gegen die Sorgfaltspflichten im Finanzsektor dar. Die Untersuchung läuft. Bis zur endgültigen Klärung gilt die Unschuldsvermutung.