Sixt-Chef warnt vor EU-Elektroquote: „Verbrenner-Aus durch die Hintertür“ für Mietwagen
Die EU-Kommission plant eine schärfere Flottenregulierung, die die Mietwagenbranche in Alarmbereitschaft versetzt. Laut einem aktuellen Entwurf sollen die CO2-Grenzwerte für Neuwagenflotten bis 2030 drastisch verschärft werden. Für Mietwagenunternehmen wie Sixt würde dies de facto eine verpflichtende Elektroquote bedeuten, die weit über die bisherigen Pläne hinausgeht. Konzernchef Alexander Sixt spricht von einem „Verbrenner-Aus durch die Hintertür“ und widerspricht damit öffentlich der politischen Rhetorik eines gelockerten Kurses.
Der Entwurf sieht vor, dass die durchschnittlichen Emissionen neuer Pkw bis 2030 um 55 Prozent gegenüber 2021 sinken müssen. Für die speziell regulierten „Pools“ der Mietwagen- und Leasingunternehmen gelten diese Ziele bereits ab 2027. Diese beschleunigte Timeline stellt die Branche vor massive operative und finanzielle Herausforderungen. Die Umstellung großer Flotten auf Elektrofahrzeuge in so kurzer Zeit ist nicht nur eine logistische, sondern vor allem eine kostspielige Angelegenheit.
Sixt warnt, dass diese regulatorische Vorgabe unweigerlich zu deutlich teureren Mietwagen für die Verbraucher führen wird. Die hohen Anschaffungskosten für Elektrofahrzeuge und der noch lückenhafte Ausbau der Ladeinfrastruktur würden die Kosten der Anbieter in die Höhe treiben. Die Warnung des Mietwagenpioniers signalisiert einen fundamentalen Konflikt zwischen den Klimazielen der EU und der wirtschaftlichen Tragfähigkeit eines gesamten Wirtschaftszweigs. Der Streit um die Flottenregeln entwickelt sich zum nächsten großen Schauplatz im Kampf um die Zukunft der Mobilität in Europa.