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UBS entgegt Haftung: Gericht stellt Verfahren in Mosambik-Schuldenskandal ein

human The Vault unverified 2026-04-10 12:09:49 Source: Handelsblatt

Die UBS muss sich nicht für die Verfehlungen der Credit Suisse im milliardenschweren Mosambik-Schuldenskandal verantworten. Ein Schweizer Gericht hat das Strafverfahren gegen die Großbank nach deren Fusion mit der Credit Suisse eingestellt. Damit entgeht die UBS einer potenziellen Haftung für einen der größten Finanzskandale der jüngeren Vergangenheit, der die Credit Suisse jahrelang belastete.

Im Zentrum des Verfahrens stand die sogenannte Mosambik-Affäre, in die die Credit Suisse tief verstrickt war. Die Bank hatte zwischen 2013 und 2016 Staatsanleihen im Wert von über zwei Milliarden US-Dollar für Mosambik vermittelt, von denen ein Großteil in verdeckte Bestechungsgelder und überteuerte Schiffs- und Sicherheitsprojekte floss. Der Skandal stürzte das afrikanische Land in eine schwere Schuldenkrise und zog internationale Ermittlungen nach sich. Gegen die Credit Suisse selbst war das Verfahren bereits 2021 gegen eine Geldbuße von rund 400 Millionen Franken eingestellt worden.

Die nun erfolgte Einstellung gegen die UBS markiert einen juristischen Schlussstrich für die Großbank in dieser Affäre. Sie entbindet den neuen Konzern von der strafrechtlichen Verfolgung für Handlungen der alten Credit Suisse. Die Entscheidung entlastet die UBS erheblich, während die Folgen des Skandals für Mosambik und seine Gläubiger weiterhin spürbar sind. Der Fall bleibt ein Lehrstück für undurchsichtige Staatsfinanzierung und die Risiken globaler Bankgeschäfte in Schwellenländern.